PRESSE

Die neue Mieterzeitung

06.06.2019

Das aktuelle Domizil können Sie unter der Rubrik "Mieterzeitung" lesen.

Mehr Platz für Familien

07.11.2017

Die Wohnungsbaugesellschaft will in Bautzen 40 neue Wohnungen errichten. Die sollen viel Komfort bieten – bei vergleichsweise günstiger Miete.

Von Sebastian Kositz

Fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 40 Wohnungen will die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft zwischen der Hegelstraße und der Thomas-Müntzer-Straße errichten – und dafür rund neun Millionen Euro investieren.

Auf dem Papier haben die Pläne sichtbare Konturen angenommen. Mit klaren Linien haben die Architekten ihre Ideen für die modernen Stadthäuser umrissen. Bislang existieren nur erste Entwürfe – doch schon in Kürze will die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) die Vision umzusetzen. Auf einer Fläche zwischen Hegelstraße und Thomas-Müntzer-Straße will das städtische Unternehmen fünf Gebäude mit insgesamt 40 Wohnungen errichten, gedacht vor allem für junge Familien. Gerade erst hat die BWB die Sanierung der Häuser an der Fabrikstraße abgeschlossen. Fast 20 Vierraumwohnungen sind entstanden, die Hälfte ist bereits vermietet. „Die Nachfrage für Wohnraum für Familien ist groß“, erklärt Kirsten Schönherr, die Geschäftsführerin der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft. Deshalb möchte die BWB keine Zeit verlieren, treibt mit Nachdruck die Planungen für das neue Wohngebiet an der Hegelstraße voran. Wenn alles passt, könnten dort bereits 2020 die ersten Mieter einziehen, so Kirsten Schönherr. In den fünf Mehrfamilienhäusern sind vor allem Drei- und Vierraumwohnungen mit Flächen zwischen 77 und 90 Quadratmetern geplant. Außerdem soll es auch einige Zwei- und Fünfraumwohnungen geben. Jede Wohnung, so heißt es, wird einen Balkon haben. Alle Gebäude erhalten einen Aufzug. Und: Die neuen Stadthäuser werden gänzlich auf die Bedürfnisse von jungen Familien zugeschnitten. Im Erdgeschoss ist ausreichend Platz zum Abstellen von Fahrrädern und Anhängern, Kinderwagen oder Laufrädern vorgesehen.

Haselnussbaum bleibt stehen

Bereits Anfang des Jahres hatte die BWB das insgesamt 9 000 Quadratmeter große Areal unweit der Löbauer Straße erworben. Besonders markant auf dem Gelände ist der in Mitte stehende große Haselnussbaum. Der wird nicht einfach umgesägt – sondern den Mittelpunkt des geschlossenen Innenhofs bilden. Ein Treffpunkt für Jung und Alt schwebt dort den von der BWB beauftragten Architekten des Büros „Bauplanung Bautzen“ vor. Keine Gedanken müssen sich die künftigen Bewohner zudem um die Parkplätze machen. Für die Mieter wird es ausreichend Stellflächen geben – sogar die Errichtung einiger Garagen haben die Planer auf dem Zettel.

Für die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft ist das Vorhaben an der Hegelstraße ein Großprojekt. Insgesamt neun Millionen Euro will das städtische Tochterunternehmen investieren. Zwei Drittel der Summe möchte die BWB über Darlehen finanzieren, den Rest steuert die Gesellschaft aus eigenen Mitteln bei. Und die Gesellschaft verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Die BWB will die neuen Wohnungen zu vergleichsweise günstigen Mieten anbieten, wie Kirsten Schönherr sagt. Die Mietpreise sollen sich deutlich von denen, die private Investoren aufrufen, unterscheiden. Das, so erklärt die Chefin der BWB, hänge aber davon ab, wie günstig gebaut werden kann.

Angesichts einer hohen Nachfrage langen Baufirmen derzeit kräftig hin. Die Gesellschaft hofft auf preiswerte Angebote, ist deshalb sogar bereit, einige Monate zu warten. Denn bei kurzfristigen Ausschreibungen sind die Preise meist vergleichsweise hoch. Je nachdem könnten die Bagger an der Hegelstraße dann bereits 2018 anrücken, möglicherweise aber auch erst 2019.

Nachfrage kann kaum bedient werden

Wie groß aktuell die Nachfrage nach günstigem Wohnraum für junge Familien in Bautzen ist, spürt das kommunale Unternehmen nicht nur bei der Vermarktung der frisch sanierten Wohnungen an der Fabrikstraße. „Wir haben kaum leerstehende Wohnungen, um die Nachfrage bedienen zu können“, erklärt Kirsten Schönherr. Als vor einigen Monaten die Nachricht über den Ankauf des Grundstücks an der Hegelstraße publik wurde, flattern bei der BWB bereits die ersten Interessensbekundungen von möglichen Mietern ins Haus. Für eine Vermietung der geplanten Wohnungen im Bautzener Osten ist es laut Kirsten Schönherr aber gegenwärtig noch zu früh.

Dass die jetzt geplanten 40 Wohnungen den Bedarf vermutlich nicht decken werden, ist absehbar. Das weiß auch der neue BWB-Aufsichtsratschef Matthias Knaak. Um junge Familien in Bautzen zu halten, brauche es „familiengerechten Wohnraum und ein größeres Wohnungsangebot in der Stadt“, erklärt der CDU-Stadtrat, der erst im September zum neuen Chef des Gremiums gewählt worden war. Er stellt bereits weitere Vorhaben in Aussicht: „Auch im Bereich an der Flinzstraße und Röhrscheidtstraße gibt es erste Überlegungen für ein neues Bauprojekt.“

Neue Häuser für Familien

24.03.2017

In Bautzen gibt es gestiegenen Bedarf für große Wohnungen. Der soll gedeckt werden.

Zwischen der Hegelstraße und der Thomas-Müntzer-Straße will die BWB Wohnungen bauen.

Bautzen. Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) reagiert auf die gestiegene Nachfrage nach großen Wohnungen. Wie die BWB-Chefin Kirsten Schönherr berichtet, habe das städtische Unternehmen 2016 neues Bauland in der Stadt erworben. Das Grundstück befindet sich zwischen der Löbauer Straße, Hegelstraße, Niemöllerstraße und Thomas-Müntzer Straße, schräg gegenüber vom neuen Heizkraftwerk. „Es handelt sich um 8 500 Quadratmeter“, sagt Kirsten Schönherr. Auf der Fläche möchte die BWB demnächst Mehrfamilienhäuser errichten. Geplant seien familienfreundliche Drei- und Vier-Raum-Wohnungen, die zwischen 80 und 100 Quadratmeter groß sind. In der Spreestadt hat das Interesse an geräumigen Wohnungen in den vergangenen Jahren zugenommen. Um Wohnraum für Familien zu schaffen, geht die BWB nicht allein den Weg des Neubaus, sondern passt bei der Modernisierung ihrer Häuser die Grundrisse den aktuellen Bedürfnissen an. Dabei werden kleine, nebeneinanderliegende Wohnungen zu großen zusammengelegt. So entstehen derzeit an der Fabrikstraße in zwei Mietshäusern aus den 30er-Jahren große Familienappartements. Insgesamt werden hier 5,2 Millionen Euro investiert. Die Hälfte der Bausumme kommt aus Fördertöpfen des Landes Sachsen und des Bundes. (SZ/ma)